Schnüffelstoffe

Allgemein

Als Schnüffelstoffe werden Substanzen bezeichnet, die Dämpfe, Gase oder ähnlich flüchtige Stoffe abgeben, wie Farben, Kleber, Verdünner, Benzin. Auch ursprünglich medizinisch verwendete Narkosemittel wie Lachgas, Chloroform oder Äther und Arzneimittel (Amylnitrit, in der Szene „Poppers" genannt) zählen zu den Schnüffelstoffen. Diese Stoffe können einen Rauschzustand bewirken, wenn sie inhaliert werden.


Wirkung

Die berauschende Wirkung setzt meist schon einige Sekunden nach der Inhalation ein und klingt in der Regel nach ein paar Minuten bis maximal einer halben Stunde wieder ab. Mögliche Wirkungen sind unter anderem:

  • Gehobene Stimmung, Sorglosigkeit
  • Benommenheit
  • Gefühl, abgelöst oder abgehoben zu sein
  • Übelkeit, Schwindel
  • Sinnestäuschungen
  • Kontroll- und Koordinationsschwierigkeiten
  • Schmerzunempfindlichkeit

Risiken

Der Konsum von Schnüffelstoffen birgt unter anderem folgende längerfristigen Risiken:

  • Reizerscheinungen an Haut und Nase
  • Schwere Schädigung der Leber, Nieren und Atemwege
  • Herz-Kreislauf-Versagen, Herzrhythmusstörungen
  • Veränderungen im zentralen und peripheren Nervensystem
  • Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit

Der Konsum von Schnüffelstoffen darf keinesfalls unterschätzt werden: Überdosierung kann zu Bewusstlosigkeit, einer Sauerstoff-Unterversorgung des Gehirns und sogar zum Tod führen. Beim Inhalieren aus Plastiksäcken besteht außerdem Erstickungsgefahr. Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol kann es zu äußerst schädlichen Wechselwirkungen kommen.

Web-TIPP!

Österreichische ARGE Suchtvorbeugung

In Österreich ist es bereits 1999 gelungen, ein bundesweites Netzwerk aufzubauen, in dem sich die Fachstellen für Suchtprävention aller neun Bundesländer in einem Verein konstituiert haben. Südtirol und Liechtenstein sind mit ihren Fachstellen außerordentliche Mitglieder.

Übergeordnetes Ziel ist die Schaffung fachlich hoher und einheitlicher Qualitätsstandards.

www.suchtvorbeugung.net
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