Schnüffelstoffe

Was sind Schnüffelstoffe?

Als Schnüffelstoffe werden Substanzen bezeichnet, die Dämpfe, Gase oder ähnlich flüchtige Stoffe abgeben, wie Farben, Kleber, Verdünner, Benzin. Auch ursprünglich medizinisch verwendete Narkosemittel wie Lachgas, Chloroform oder Äther und Arzneimittel (Amylnitrit, in der Szene „Poppers" genannt) zählen zu den Schnüffelstoffen. Diese Stoffe können einen Rauschzustand bewirken, wenn sie inhaliert werden.


Wirkung

Die berauschende Wirkung setzt meist schon einige Sekunden nach der Inhalation ein und klingt in der Regel nach ein paar Minuten bis maximal einer halben Stunde wieder ab. Mögliche Wirkungen sind unter anderem:

  • Gehobene Stimmung, Sorglosigkeit
  • Benommenheit
  • Gefühl, abgelöst oder abgehoben zu sein
  • Übelkeit, Schwindel
  • Sinnestäuschungen
  • Kontroll- und Koordinationsschwierigkeiten
  • Schmerzunempfindlichkeit

Risiken

Der Konsum von Schnüffelstoffen birgt unter anderem folgende längerfristigen Risiken:

  • Reizerscheinungen an Haut und Nase
  • Schwere Schädigung der Leber, Nieren und Atemwege
  • Herz-Kreislauf-Versagen, Herzrhythmusstörungen
  • Veränderungen im zentralen und peripheren Nervensystem
  • Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit

Der Konsum von Schnüffelstoffen darf keinesfalls unterschätzt werden: Überdosierung kann zu Bewusstlosigkeit, einer Sauerstoff-Unterversorgung des Gehirns und sogar zum Tod führen. Beim Inhalieren aus Plastiksäcken besteht außerdem Erstickungsgefahr. Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol kann es zu äußerst schädlichen Wechselwirkungen kommen.


Weitere Informationen und Hilfsangebote zum Thema Schnüffelstoffe

Telefonische Hilfe und Beratung

jedmayer-Krisentelefon: 01/4000 537 99
(24h, auch sonn- und feiertags)

aktualisiert am 16. Dezember 2019
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