Nahezu jede Person erlebt Phasen, in denen sie sich ausgesprochen euphorisch oder ungewöhnlich glücklich fühlt und wiederum andere Phasen, in denen sie sehr leicht reizbar ist.
Bei einer klinisch relevanten Manie sind diese Gefühlszustände hingegen in einer außerordentlichen Intensität und nicht mehr situationsangemessen über einen längeren Zeitraum vorhanden. Weitere mögliche Symptome sind Selbstüberschätzung, Konzentrationsprobleme, Überaktivität, Enthemmung, gesteigerte Libido, extreme Geselligkeit, der Drang im Mittelpunkt zu stehen, eine übertriebene Mimik und Gestik und ein geringes Schlafbedürfnis.
Im Falle einer Hypomanie treten diese Symptome in schwächerer Form und oft auch kürzerer Dauer auf. Der betroffenen Person nahestehende Personen merken jedoch, dass es zu Veränderungen im Fühlen, Denken oder Verhalten der Person kommt.
Die depressiven Phasen können, je nach genauer Ausprägung der Erkrankung, als leichte beziehungsweise mittelschwere depressive Episoden oder in Form von schweren depressiven Episoden auftreten.
In den manischen Episoden kann es zu riskanten Verhaltensweisen kommen, mitunter werden teure Ausgaben getätigt, Schulden gemacht oder unüberlegte Entscheidungen getroffen. Das führt zu einem zusätzlichen Leidensdruck.