Kokain

Was ist Kokain?

Kokain gehört zu den Stimulanzien, also zu jener Gruppe von Drogen, denen eine aufputschende und leistungssteigernde Wirkung nachgesagt wird. Kokain wird aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen und zu Pulver verarbeitet. Die Droge wird meistens geschnupft, kann aber auch injiziert oder – nach chemischer Umwandlung in Crack oder Freebase – geraucht werden. Die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit ist groß.


Wirkung

Kokain wirkt enthemmend, aufputschend und euphorisierend. Das Selbstbewusstsein wird gesteigert und die Kontaktfreudigkeit erhöht. Kokain gilt auch als lust- und potenzsteigernd. Das Hungergefühl ist gedämpft. Herzrasen, Blässe und eine Erhöhung der Körpertemperatur sind weitere mögliche Effekte.

Lässt die Wirkung nach, verkehren sich die Effekte oft ins Gegenteil: Niedergeschlagenheit, Gereiztheit, Angstzustände, Versagensgefühle und depressive Verstimmungen können auftreten. Bei entsprechend vorbelasteten Personen können Suizidgedanken auftreten.

Neben der Dosis und der Konsumform hängt die Wirkung auch von den individuellen Erwartungen, der Stimmung und den Umgebungseinflüssen ab. Wird Kokain geschnupft, setzt die Wirkung bald ein und hält bis zu einer Stunde an.

Risiken

Während des Kokainrausches können unter anderem folgende Komplikationen auftreten:

  • Angstzustände
  • Psychosen
  • Krampfanfälle
  • Koordinations- und Bewegungsstörungen
  • Blutdruckerhöhung
  • Erhöhung der Körpertemperatur
  • Störungen der Herzfunktion bis hin zu Herzversagen
  • Hirnödeme
  • Schlaganfälle

Kokain kann infolge einer Überdosierung oder individuellen Unverträglichkeit aber auch aufgrund psychischer und körperlicher Folgeschäden lebensgefährlich sein. Der Mischkonsum mit anderen Substanzen erhöht das Risiko für eine Kokainvergiftung.

Langzeitfolgen

Abmagerung, Verzweiflung, Psychosen, Angstzustände, Aggressivität und Appetitlosigkeit sind mögliche Folgen des Kokainkonsums.

Beim Schnupfen von Kokain kann es nach längerem Gebrauch zu einer starken Entzündung der Nasenschleimhäute kommen. Die körperliche Widerstandskraft nimmt ab und die Leber und das Herz-Kreislauf-System können geschädigt werden. Herz- sowie Hirninfarkte und Krampfanfälle sind nicht selten.

Bei Kokain ist die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit sehr groß: Antriebsschwäche und Depressionen verschwinden erst beim nächsten Kokainrausch.


Weitere Informationen und Hilfsangebote zum Thema Kokain

Telefonische Hilfe und Beratung

jedmayer-Krisentelefon: 01/4000 537 99 (24h, auch sonn- und feiertags)

aktualisiert am 16. Dezember 2019
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