Allgemein
Von Schlafstörungen wird dann gesprochen, wenn die Qualität, der Zeitpunkt und die Dauer des Schlafes beeinträchtigt sind.
Schlafstörungen haben unterschiedliche Ursachen: Sie können organisch, durch Substanzen (Medikamente, Alkohol, Koffein und andere Suchtmittel) oder psychosoziale Faktoren bedingt sein.
Zu den wesentlichen psychosozialen Faktoren, die zur Entwicklung von Schlafstörungen beitragen, gehören psychosoziale Stressoren (hoher Arbeitsdruck, Partnerschaftsprobleme etc.) und eine ungünstige Schlafhygiene (spätabendliche Smartphone-/Computernutzung, Essen oder Sport kurz vor dem Zubettgehen, Lärm und Licht). Auch Faktoren die dazu führen, dass die innere Uhr nicht mit den Hell- und Dunkelphasen übereinstimmt (zum Beispiel Jet-Lag, Schichtarbeit), können Schlafstörungen begünstigen.
Zudem können Schlafstörungen als Symptom psychischer Erkrankungen auftreten oder diese mitverursachen beziehungsweise verstärken. Zu den psychischen Erkrankungen, die mit Schlafstörungen einhergehen können, gehören unter anderem Angststörungen, affektive Erkrankungen (zum Beispiel Depression), demenzielle Erkrankungen, Psychosen (Schizophrenie, bipolare Störungen) und Abhängigkeitserkrankungen.